Pastoralinstitut Priesterseminar

Theologische Hochschule Chur

Ausschreibung

An der Theologischen Hochschule Chur (Schweiz) ist der

Lehrstuhl für Philosophie und Philosophiegeschichte

auf den nächstmöglichen Termin neu zu besetzen. Das Fach ist in Lehre und Forschung angemessen zu vertreten. Die Theologische Hochschule Chur hat den Rang einer Katholisch-Theologischen Fakultät und ist von der Schweizerischen Universitäts­konferenz als private universitäre Institution akkreditiert. Ihre Ausweise sind staatlich anerkannt. Ihr Leitbild legt bei Wahrung der akademischen Qualität besonderen Wert auf die pastorale Ausrichtung der Ausbildung.

Vom künftigen Lehrstuhlinhaber wird die Bereitschaft erwartet, für fachbezogene Mitarbeit am Pastoralinstitut der Theologischen Hochschule Chur sowie im Bistum Chur zur Verfügung zu stehen.

Anstellungsvoraussetzungen sind Promotion und Habilitation (oder Nachweis gleichwertiger wissenschaftlicher Leistungen) sowie pädagogische Eignung. Die Stelle ist nach Möglichkeit mit einem Priester zu besetzen. mehr …

Prominenter Kritiker von Fidel Castro:

Kubanischer Kardinal zu Gast an der Theologischen Hochschule Chur

Hohen Besuch konnte Rektor Prof. Christian Cebulj vergangene Woche an der Theologischen Hochschule Chur begrüssen. Kardinal Jaime Ortega y Alamino (80), der im Frühjahr emeritierte Kardinal von Havanna/Kuba kam zusammen mit Pater Josvany Carvajal Sureda, dem Rektor des „Instituto de Estudios Eclesiásticos“ am „Centro Cultural P. Felix Varela“, Havanna und seiner Übersetzerin Dr. Helene Büchel aus Balzers (Liechtenstein) für zwei Tage zu Besuch an die THC. Der enge Vertraute von Papst Franziskus war auf der Rückreise von einem Symposion in Deutschland und machte vor der Weiterreise nach Spanien in Chur Station.

Da Ortega nach der politischen und kulturellen Öffnung Kubas demnächst die Gründung einer Theologischen Ausbildungsstätte in Havanna plant, diente der Besuch dem Erfahrungsaustausch und der Information über die Strukturen der THC. Kardinal Ortega feierte zunächst mit den Studierenden und Dozierenden der THC einen Internationalen Hochschulgottesdienst, dessen Texte Gesänge und Gebete in mehreren Sprachen gehalten waren. Beim Professoren-Kollegium der THC informierten sich Ortega und sein Begleiter P. Josvany über die Strukturen des Theologiestudiums und die Berufschancen der Absolventinnen und Absolventen. Da es in Havanna zwar bereits eine Katholische Hochschule für Human- und Sozialwissenschaften gibt, Theologie bisher aber nur im Priesterseminar gelehrt wird, erkundigten sich die kubanischen Gäste vor allem auch über die Berufschancen für Laientheologinnen und –theologen, an deren qualifizierter Ausbildung in Kuba grosses Interesse besteht.

Ortegas Kritik an Fidel Castro

Bei seinem Vortrag an der THC erzählte Ortega, der noch immer als einer der einflussreichsten Kirchenführer Lateinamerikas gilt, von interessanten Höhepunkten aus seiner 22-jährigen Amtszeit als Kardinal von Havanna (1994-2016). Unter dem jetzt verstorbenen Revolutionsführer Fidel Castro galt die Katholische Kirche als Feindin der Kubanischen Revolution. Sie war vom gesellschaftlichen Leben praktisch ausgeschlossen und als Gesprächspartnerin nicht akzeptiert. In seiner Amtszeit gelang es Ortega zwar, die Stellung der Kirche innerhalb des Landes und die Beziehungen zum Staat erheblich zu verbessern. Dennoch übte er zu verschiedenen Gelegenheiten deutliche Kritik an der Kommunistischen Partei Kubas unter Fidel Castro und später unter seinem Bruder Raúl.

Briefträger des Papstes

In die Geschichtsbücher schaffte es Ortega mit seinem inzwischen legendären Botendienst von 2014: Papst Franziskus, der seit längerem auf diplomatischem Wege versucht hatte, zwischen den USA und Kuba zu vermitteln, hatte sich 2014 entschieden, Ortega als einen seiner wichtigsten Vertrauten in Lateinamerika als päpstlichen Gesandten nach Washington zu schicken: Unter Ausschluss der Öffentlichkeit gelangte der Erzbischof von Havanna damals ins Weiße Haus und übergab US-Präsident Barack Obama einen Brief mit der politisch brisanten Bitte, die USA mögen ihre Beziehungen zu Kuba normalisieren. Einen ähnlichen Brief hatte der Kardinal zuvor Staatspräsident Raul Castro zukommen lassen. Der Rest der Geschichte ist bekannt: Das Eis zwischen den ideologischen Todfeinden brach. Heute sind beide Seiten auf dem besten Wege, ihre Beziehungen auf eine neue Basis zu stellen. Sowohl Obama als auch Castro bedankten sich ausdrücklich für die Vermittlungstätigkeit des Papstes durch Kardinal Ortega.

Obama und der Rosenkranz des Papstes

An der THC erzählte Ortega eindrucksvoll von seiner Begegnung mit Präsident Obama in der Kathedrale von Havanna: Als Obama im März 2016 auf Kuba zu Besuch war, kam er in die Sakristei der Kathedrale und erzählte von seiner Begegnung mit Papst Franziskus. Der habe ihm zusammen mit der Bitte um eine Beendigung der diplomatischen Eiszeit mit Kuba einen Rosenkranz geschenkt. Obama vertraute Kardinal Ortega anschliessend an, dass er den Rosenkranz des Papstes seitdem immer in seiner Tasche trage, weil ihn die Persönlichkeit von Papst Franziskus so beeindruckt habe.

Einladung zum Besuch auf Kuba

Kardinal Ortega verabschiedete sich bei den Studierenden und Professoren der THC mit einer Einladung zum Gegenbesuch in Havanna. Das Land und die Katholische Kirche befänden sich im Aufbruch und einer sehr hoffnungsvollen Situation. Bei allen Beteiligten hinterliess der Besuch des kubanischen Kardinals den Eindruck, mitten in Chur hautnah ein Stück Welt- und Kirchengeschichte erlebt zu haben.

Christian Cebulj

 

 

 

Foto: v.l.n.r.: Prof. Eva-Maria Faber, Prof. Birgit Jeggle-Merz, Rektor Prof. Christian Cebulj, Giuliana Frisenda, Janine Waldvogel, PD Dr. Hildegard Scherer

Am 24.10.2016 wurde im Rahmen des Dies Academicus der Theologischen Hochschule Chur der Churer Maturapreis für Religion 2016 verliehen. Die Jury überreichte den ersten Preis (CHF 500) an Janine Waldvogel (Stiftsschule Einsiedeln) für ihre Arbeit zum Thema „Religiosität an der Stiftsschule Einsiedeln – Eine fremde Vertraute“. Betreuende Lehrperson war P. Martin Werlen OSB. Der zweite Preis (CHF 300) ging an Giuliana Frisenda (Kantonsschule Heerbrugg SG), die sich in ihrer Arbeit mit dem Thema „Islamfeindlichkeit im St. Galler Rheintal“ auseinandergesetzt hatte. Betreuerin der Arbeit war Karin Scheiber.

Die Preisgelder für den Maturapreis 2016 wurden dankenswerterweise gesponsert von der Dornbusch Medien AG Baden, dem Verlagshaus der bekannten Zeitschriften „Sonntag“ und „doppelpunkt“. An die Schülerinnen und Schüler, die nicht auf die vorderen Plätze kamen, wurden Buchpreise verschickt, die von der Buchhandlung Provini/Chur gestiftet wurden.

Am Anfang war das Wort

Sr. Ingrid Grave OP beim Dies Academicus der Theologischen Hochschule Chur

Zahlreiche geladene Gäste aus Kirche und Politik sowie eine grosse interessierte Öffentlichkeit waren zum Dies Academicus der Theologischen Hochschule am 24.10.2016 nach Chur gekommen. In Anlehnung an den Prolog des Johannesevangeliums „Im Anfang war das Wort“ (Joh 1,1) diagnostizierte Rektor Prof. Dr. Christian Cebulj in seiner Begrüssungsansprache zunächst eine Krise der religiösen Sprache und dachte entlang der Frgae „Wie heute von Gott sprechen?“ über deren Möglichkeiten und Grenzen nach. Je konkreter „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen“ (Gaudium et Spes 1) im Mittelpunkt stünden, umso mehr würden die Grenzen der überlieferten Glaubenssprache und der theologischen Begriffssprache hervortreten. Zugleich dränge sich die Frage auf, ob überhaupt alternative Sprachen für das Religiöse zur Verfügung stehen.

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Gerne informieren wir Sie über eine aktuelle Neuerscheinung aus unserem Haus:

Birgit Jeggle-Merz / Michael Durst (Hrsg.), Juden und Christen im Dialog (= Theologische Berichte, Band 36). Freiburg i.Ü., Paulusverlag 2016. 200 S., ISBN 978-3-7228-0879-6.

Buchvernissage: Juden und Christen im Dialog

Annähernd 70 Jahre ist es her, dass in dem kleinen Ort Seelisberg mitten im Herzen der Innerschweiz die internationale „Dringlichkeitskonferenz gegen den Antisemitismus“ stattfand. Führende Intellektuelle aus aller Welt berieten über die Ursachen des christlichen Antisemitismus und die Mitschuld der Christen an der Shoah. In der Folge wurde der Internationale Rat der Christen und Juden (ICCJ) gegründet. Die Schweiz stellt mit den seinerzeit verabschiedeten „10 Thesen von Seelisberg“ daher einen wichtigen Meilenstein im Dialog zwischen Juden und Christen dar. Der vorgelegte Band beleuchtet die Pionierphase dieses Dialogs in der Schweiz mit ihren internationalen Ausläufern, fragt nach der Zukunft des interreligiösen Gesprächs und nimmt in den Blick, wie angesichts schwelender interreligiöser Konflikte das geschwisterliche Miteinander gefördert werden kann.

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Ein Freisemester an der Theologischen Hochschule Chur

Mein Name ist Thomas Jehle; ich studiere Katholische Theologie an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und durfte von Februar 2016 bis Juni 2016 ein Auslandssemester an der Theologischen Hochschule Chur verbringen. Der familiäre Charakter der Hochschule, die guten Kontaktmöglichkeiten zu Studierenden und Dozenten sowie die Möglichkeit, neue Standpunkte und theologische Themen kennenzulernen, empfand ich als sehr gut und gewinnbringend. Als Diözesantheologe durfte ich zudem im Seminar wohnen, das sich im gleichen Gebäude wie die Hochschule befindet und ein tieferes geistliches Leben ermöglicht und, wie auf akademischer Seite die Hochschule, ein vielseitiges und interessantes Programm bot. Die herrliche Umgebung Churs und des Kantons Graubünden lässt einen zudem zusätzlich sagen: Hier Theologie zu studieren hat Charme. Dieses Freisemester wurde von der ch Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit gefördert.

Der Verein Think Tank Theology ist ein Verein für alle Theologiestudierenden der Schweiz. Er ist ökumenisch und organisiert in jedem Semester ein Weekend zu einem bestimmten theologischen Thema. Es wird viel theologisiert, diskutiert und natürlich auch viel gelacht. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, junge Theologiestudierende aus der ganzen Schweiz kennenzulernen.

Das nächste Weekend findet statt: 04.11.2016, 17.00 Uhr bis 06.11.2016, 12.00 Uhr mit dem Thema:
Lets’get physical. Theologie mit allen Sinnen

Die bisherigen Themen:
2016/1 – Take me to Church. Kirchenmusik und Theologie.
2015/2 – Epische Theologie. Theologie in Geschichten.
2015/1 – Mission (oder) Aufgeben?
2014/2 – Wo zwei oder drei … oder: Wo ist Kirche und wenn ja, wie viele?
2014/1 – 100 Cocktailpartyfragen an Theologiestudierende

Interessiert? www.thinktanktheology.ch

Die THC unterstützt das Projekt „Kirche mit* den Frauen“

Das Projekt „Kirche mit den Frauen“ wird von zahlreichen Personen, Ordensgemeinschaften und Institutionen der Kirche Schweiz unterstützt. Dazu zählen aktuell neben dem Bischof von St. Gallen, Markus Büchel, dem Bischof von Basel, Dr. Felix Gmür, und dem Primas der Benediktiner und Benediktinerinnen, Abtpräses Jeremias Schröder OSB, die Provinz der Schweizer Kapuziner, die Inländische Mission, die Provinz der Schweizer Jesuiten, der Schweizerische Katholische Frauenbund, der Katholische Frauenbund St.Gallen – Appenzell, der Verein Tagsatzung.ch, das Lassalle-Haus Bad Schönbrunn, die Schweizerische Missionsgesellschaft Bethlehem und in Vorarlberg die Benediktinerpropstei St. Gerold.

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Bild Yanik Bürkli

einzigartig – einmalig – weltweit
Das gab es in 1600 Jahren noch nie!

Darum geht’s

Die Vulgata ist die Übersetzung der Bibel ins Latein. Das römische Reich hatte Bedarf an einer Übersetzung in die Muttersprache, weil die grosse Mehrheit der römischen Bevölkerung kein Griechisch mehr konnte. Um 380 bis 400 n. Chr. machte sich darum der päpstliche Sekretär Hieronymus ans Werk und übersetzte die Bibel ins Latein.

Der Vulgata-Verein übersetzt nun die Vulgata des Hieronymus dokumentarisch. Das heisst: Der Wortlaut des Hieronymus wird so genau wie nur möglich in der deutschen Sprache wiedergegeben. Dazu ein Beispiel: Im hebräischen Text ist die Rede von einer jungen Frau. In seiner lateinischen Übersetzung machte Hieronymus daraus aber die Jungfrau.

Kommentar BT Vulgata 06.04.2016 –  Kommentar SO Vulgata 07.04.2016TV-Beitrag SO vom 06.04.2016

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