Pastoralinstitut Priesterseminar

Theologische Hochschule Chur

Am Dienstag, den 24.10.2017, fand an der Theologischen Hochschule Chur der Dies Academicus des Studienjahres 2017/1018 statt. Im Mittelpunkt stand der Festvortrag von Prof. Pierre Bühler von der Universität Zürich zum Thema: «Die beste Gabe der Schöpfung ist ein heiteres und fröhliches Gemüt» (Martin Luther) – Humor und Theologie».

Anlass dafür war auch das Reformationsjahr, so dass der Referent nicht zuletzt humoristische, gleichwohl sehr nachdenkliche Anregungen für mutige Formen der Ökumene gab. Gemeint war eine Ökumene, die sich nicht mit dem Zurückschauen und Sichern begnügt, sondern zugleich nach vorn blickt – etwa um das Ziel einer wechselseitigen eucharistischen Gastfreundschaft möglichst bald zu erreichen. Mit zahlreichen Illustrationen und fachlichen Hinweisen konnte der Festredner einerseits das Auditorium spielend zum Lachen bringen, andererseits die tiefe Verbindung zwischen theologischer Reflexion und einer in Humor und Gelassenheit gründenden Existenz bewusst machen.

Zuvor hatte der Rektor der Hochschule, Prof. Christian Cebulj, die zahlreich anwesenden Gäste aus Politik, Kirche und Gesellschaft willkommen geheissen und auf den bedeutsamen Anlass eingestimmt. Neben wichtigen Hinweisen auf die Entwicklungen im Hochschul- und Forschungsbetrieb betonte er die Ausrichtung der Hochschule an einer pluralitätsfähigen Theologie, die sich mittels Dialog und Realitätssinn bewahrheitet. Dabei verwies er eindrücklich auf die Grundintentionen des Zweiten Vatikanischen Konzils und deren aktuelle lehramtliche Deutung durch Papst Franziskus.

Ein letzter Höhepunkt vor dem gemeinsamen Apéro war die Verleihung des diesjährigen Churer Maturapreises für Religion und Ethik. Die mehrköpfige Jury der THC wählte aus den Einsendungen drei in Inhalt und Form herausragende Arbeiten: Der 1. Preis über 500,– SFr. ging an Leonardo da Riz (Kantonschule Wil) für seine Darstellung der innerislamischen Kritik des IS. Den 2. Preis über 300,– SFr. erhielt Melissa Helm (Kantonschule Stadelhofen) für ihre ethische Reflexion der Schweizer Tierschutzgesetze. Den 3. Preis über 200,– SFr. nahm Robin Henseler (Kantonsschule Seetal) für seine Arbeit über die Bedeutung von Wegkreuzen in der Kirchgemeinde Hitzkirch entgegen. Ein grosser Dank wurde den Sponsoren der Preisgelder, dem Generalvikariat der Kantone Zürich und Glarus sowie der Vereinigung des Katholischen Buchhandels in der Schweiz, ausgesprochen.

Vgl. auch den Beitrag im Bündner Tagblatt vom 26.10.2017: 2017-10-26_BT_9